Blues Pills im Ancienne Belqique, Brüssel

Eigentlich hatte ich im November nach Konzerten von Kadavar rund um Köln gesucht, und bin schließlich in Brüssel gelandet. Co-Headliner waren die Blues Pills. Perfekt, dachte ich: Schaust Du mal, ob dich die Begeisterung auch so packt.

Das Nummer-1-Album „Lady in Gold“ hatte das bis dahin noch nicht so richtig bei mir bewirken können. Blues Pills haben nach Kadavar gespielt, und mussten einen leichten Zuschauerschwund verzeichnen. Es ist aber immer noch ziemlich voll gewesen…schließlich war die Bude ausverkauft.

Zum Konzert: Gleich vorneweg kann ich sagen, dass der Funke bei mir nicht übergesprungen ist. Zum einen hatte Kadavar einfach unheimlich gut vorgelegt, und Brüssel nach allen Regeln der Kunst gerockt. Die Stimmung im Publikum bei Blues Pills war deutlich verhaltener. Zum anderen habe ich mich während des Konzerts permanent mit der Frage beschäftigt, ob man wohl die Band um Sängerin Elin Larsson austauschen könnte, ohne dass es einen Unterschied macht.

A photo posted by Blues Pills (@bluespills) on Nov 12, 2016 at 9:24am PST

Quelle:

Ich glaube, ich habe live noch nie so eine mächtige wie auch soulige Frauenstimme gehört. Kaum zu glauben, dass sie aus so einer zierlichen Person kommt, die dazu noch permanent über die Bühne tanzt, ohne nach Luft schnappen zu müssen. Sehr beeindruckend! Nur Gitarrist Dorian Sorriaux schafft es ab und an, einen kleinen Teil der Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er ist ohne Frage ein beeindruckender Musiker mit 影梭 Wiedererkennungswert. Für meinen Geschmack ist sein Gitarrenspiel etwas übertrieben – er zupft manchmal so komisch an den Saiten – und er wirkt sehr gelangweilt auf der Bühne. Den Rest der Band hört man zwar, sieht die Kollegen aber nicht wirklich.Unterm Strich dennoch ein gutes Konzert. Ich bin froh, dass ich Blues Pills endlich mal live erlebt habe…würde mir aber nicht wieder extra eine Karte für sie kaufen.

Notiz am Rand: Wer am Merch Unterschriften auf seiner Platte haben wollten, musste satte 5 Euro oben drauf legen. Das finde ich schon ganz schön frech.

Hier noch das offizielle Video zu „Lady in Gold“:

 

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