RockFels Festival 2018: Erste Bands, Vorfreude und etwas Meckerei

Rockfels Festival

Vom 21. bis 23. Juni 2018 findet zum vierten Mal das Rockfels Festival auf der Loreley statt. Nun hat der Veranstalter erste Bands rausgehauen: Unter anderem sind Accept, Amorphis und Iced Earth mit dabei. Wir waren letztes Jahr das erste Mal auf dem Festival und freuen uns auch schon auf einen Besuch im nächsten Sommer. Soviel vorweg: Ein Besuch lohnt sich! Warum? Das erfahrt ihr hier in unserem Beitrag. Selbstverständlich haben wir auch etwas zu meckern 😉

Rockfels Festival

First things first: die Bands! Hier einfach mal das bis dato bekannt gegebene Line-Up in alphabetischer Reihenfolge: Accept, Amorphis, Gloryhammer, Grave Digger, Guano Apes, Kataklysm, Iced Earth und The New Roses. So weit so gut.

Rockfels Festival 2018

Highlights für uns sind definitv Amorphis, die wir leider als Vorband von Volbeat letztes Jahr in Mönchengladbach verpasst haben (verdammte Bahn ist nicht pünktlich gefahren), Iced Earth und Accept. Letztere geben wir uns gleich doppelt auf der kommenden Tour in Barcelona und Madrid. Als Support werden die Urgesteine begleitet von Night Demon – ein absoluter Knaller! Die Newcomer aus Kalifornien spielen NWOBHM vom Allerfeinsten und haben dieses Jahr ihr zweites Album rausgebracht. Wer die Jungs nicht kennt…unbedingt auschecken! Unser Punkt ist: Da Night Demon eh mit Accept unterwegs ist, haben wir die leise Hoffnung, dass wir sie auch auf dem Rockfels sehen werden. Fingers crossed.

Einzigartige Location

Rockfels Festival
Der Ausblick, den Besucher vom VIP-Camping-Platz aus genießen können

Der Ort des Geschehens ist neben den Bands sicherlich eines der dicksten Pfunde, die der Veranstalter vom Reckfels Festival in die Waagschale legen kann. Auf Neudeutsch würde man von einem USP sprechen – einem Unique Selling Point. Anders ausgedrückt…die Loreley-Freilichtbühne ist eine sensationelle Location mit der andere Festivals schwer konkurrieren können. Die Aussicht auf den Rhein ist großartig und hält einen fast davon ab, den Blick in Richtung Stage zu wenden, von der es übrigens nur eine gibt. Dementsprechend überschaubar ist das Gelände rund um die Bühne, was wiederum nichts schlechtes ist. Klein aber fein. Dort gibt es auch das übliche Angebot an Merch-, Food- und Getränke-Ständen. Die Preise waren okay, wenn wir uns richtig erinnern.  Eine entscheidende Sache fehlt allerdings; dazu später mehr.
Fußläufig vom Festival-Gelände befinden sich die Zeltplätze auf denen die Stimmung – wie auf den meisten Festivals – ausgelassen und bierfröhlich ist. Neben dem normalen Camping gibt es noch einen VIP-Camping-Platz, der zum einen schön gelegen ist, etwas bewaldet und nah an den Klippen mit perfektem Ausblick auf den schönen Rhein. Zum anderen gibt es dort fest installierte Toiletten und Duschen, ähnlich wie in einer Umkleidekabine.

Wir durften uns letztes Jahr netterweise auf dem Presse-Camping niederlassen. Wobei…im Nachhinein sind wir uns gar nicht so sicher, wo wir am Ende gelandet sind. Denn wir standen mit unserer Karre mutterseelenallein auf der Wiese, nachdem wir DREI Mal auf Anweisung der Ordner umziehen mussten. Kommen wir also zu unserer eingangs bereits erwähnten Meckerei.

RockFels Festival 2017: Flops und Tops

Fangen wir mal mit den Punkten an, die uns aufgeregt haben, bevor wir dazu kommen, euch den Festival-Besuch am Ende ja doch zu empfehlen 😉
Punkt 1: Die Ordner waren zum großen Teil freundlich, hatten aber, im wahrsten Sinne, überhaupt keinen Plan. „Enschuldigung, wo werden denn die Bändchen ausgegeben?“ – „Keine Ahnung, frag mal da drüben“. „Hi, wo ist denn das Presse-Camping?“ – „Weiß ich nicht, ich bin nur für diesen Platz zuständig“. Das hat schon sehr genervt. Beim WOA ist das zum Beispiel anders. Egal welchen Ordner man dort anspricht, die wissen Bescheid. Naja, wir sind dann jedenfalls zunächst auf der Wiese gelandet, auf der die VIP-Camper ihre Autos geparkt haben. Von dort aus ging unser kleines Camping-Platz-Hopping los. Wir wurden jedes Mal wieder von einem Ordner dort weggeschickt, wohin uns ein anderer Ordner vorher hingewiesen hatte. Nachdem wir schlussendlich auf einer Fläche standen, die wahrscheinlich gar nicht mehr zum offiziellen Gelände gehört hat und das erste kühle Bier aufgetischt wurde, war es dann gut…und wir auf Vollgas eingestellt.

Rockfels Festival

Rockfels Festival
Ideal: Lieferwagen statt Zelt.

Punkt 2: Kein Geldautomat auf dem Festival-Gelände, geschweige denn auf dem Infield. Jedenfalls haben wir keinen gefunden. Das ist natürlich richtig blöd. Nicht nur für den Besucher. Sondern unserer Meinung nach gleichermaßen für das Festival. Wir hätten durchaus mehr Kohle für Merch und Getänke ausgegeben, wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten an Ort und Stelle an Geld zu kommen. Auch auf Nachfrage bei den Ordner kam nur ein Schulterzucken als Antwort. Der nächste Geldautomat, den wir ausgemacht haben, steht im Dorf unten. Mit dem Auto oder dem Shuttle-Bus sind das etwa 15 Minuten bis dorthin. Wir hoffen hier auf Besserung.

Damit haben wir aber jetzt genug rumgemotzt. Unterm Strich ist das RockFels ein tolles kleines Festival im Vergleich den 70.000-Besucher-Veranstaltungen – vor allem für Leute aus der Umgebung. Ähnlich dem Rock Hard in Gelsenkirchen, könnte man sagen. Die erste Rutsche an Bands ist ja auch mehr als vielversprechend. Und wie es für 2018 angekündigt wurde, so gab es auch 2017 unserer Meinung nach bereits ein sehr cooles Line-Up. Angeführt von Blind Guardian, die als Headliner eine Wahnsinnsshow zum Niederknien abgeliefert haben. Anders, aber auch hervorragend: Die Stimmungskanonen von Alestorm. Der Pirate-Metal ist hervorragend angekommen. Das gleiche können wir im Juni von der Schwesterband Gloryhammer erwarten, die wir bereits mehrfach live gesehen haben.

Rockfels Festival
„Valhaaaalla – deliverance why’ve you ever forgotten me“ – Blind Guardian

Soviel zu den Menschen, die beim RockFels auf der Bühne stehen. Auch die Leute, die vor der Bühne feiern, waren im letzten Jahr allesamt gut drauf. Das Publikum hat uns sehr gut gefallen. Nirgendwo gab es Stress, stattdessen nette Unterhaltungen an den verschiedenen Theken. Wir haben weder Event-Touris ausgemacht, noch Ballermann-Deppen, wie etwa bei Rock am Ring. Metalheads all over the place \m/

Zu guter Letzt möchten wir noch kurz das Dorf erwähnen: St. Goarshausen. Da wir ja Kohle am Automaten ziehen mussten, haben wir uns in den Shuttle gesetzt und sind an einem Tag runter gefahren. Und länger geblieben als  gedacht. Wir sind mit ein paar Locals und Festival-Besuchern im Loreley Weinstübchen etwas versackt. Dort wurde das Festival 10 x mehr angenommen und genutzt, als es in Mendig (zu der Zeit, als Rock am Ring noch dort veranstaltet wurde) jemals der Fall gewesen ist. Tolle Atmosphäre! Dazu gute Typen, gute Musik, gutes Essen. Es ist jetzt nicht so wie in Wacken, trotzdem ist es ziemlich cool. Den Kurztrip werden wir im kommenden Jahr definitv wieder unternehmen. Wenn wir  zum Geldautomaten müssen.

Ihr habt Bock aufs RockFels? Hier gibts weitere Infos und natürlich Tickets: https://www.rock-fels.de/

Wir sind auf jeden Fall 2018 wieder mit dabei!

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