Rock Hard Festival 2018: Unsere Running-Order-Highlights

Rock Hard Festival

Gute Vorbereitung auf ein Festival ist das A und O und irgendwie auch „harte“ Arbeit! Dies gilt aber nicht nur für’s Camping-Equipment und Trink-Vorräte sondern auch für die Auswahl der Bands, die man sich reinziehen möchte. Meist ist das komplette Line-Up gespickt mit unzähligen Bands, aber nicht jeder will oder kann sich die volle Dröhnung geben. Besonders aus diesem Grund ist der Blick auf die Running-Order ein probates Mittel, um die persönlichen Favoriten nicht zu verpassen. Frei nach dem Motto „gut eingehört ist halb eskaliert“ gibt’s hier unser persönliches Pflichtprogramm fürs Rock Hard Festival 2018.

Tag 1: Lasset die Rock-Hard-Spiele beginnen…

Zwar ist es immer gut und wichtig den Festival-Opener zu supporten (auch das werden wir natürlich tun), aber hier geht es ja um unsere persönlichen Highlights… also wie immer alles reine Geschmackssache.

Eins unserer Highlights des Rock Hard Festival 2018 gibt es direkt zum ersten Tag. Mit der niederländischen Supergroup DOOL kommt zur besten Feierabendbier-Zeit eine für uns schon bekannte Band auf die Bühne. Wir sind dem Quintett schon beim Sankt Hell Festival 2017 in Hamburg begegnet und sie sind uns bockstark in Erinnerung geblieben.

DOOL wird zwischen Progressive Rock und Doom Metal mit Einflüssen aus Psychedelic- und Gothic-Rock angesiedelt. Das ergibt eine spannende Mischung, die von der charismatischen Frontfrau Ryanne van Dorst (ELLE BANDITA) angeführt und von der ehemaligen THE DEVIL’S BLOOD-Fraktion rythmisch vervollständigt wird. Wahre „Sommergefühle“ werden dabei zwar die Wenigsten bekommen, aber der psychedelisch angehauchte Gothic Rock dringt dafür in ganz andere Bereiche vor: DOOL reißen mit, wenn ihre düsteren Kompositionen mit glasklaren Sounds die komplette Tiefe entfalten. Wir hoffen, dass der Sound im Amphitheater dies auch wiedergeben kann (Indoor Outdoor).

Im Anschluss heißt es kurz abklopfen und sich der Frage stellen: „Am I Evil?“ DIAMOND HEAD kennt die Antwort und wird sie ab 18:15 Uhr ins Gelsenkirchener Amphitheater schreien.

Die 1976 in Stourbridge gegründete britische Heavy-Metal-Band ist eine der führenden NWOBHM Bands und wurde von Metal-Bands wie Megadeth und Metallica als bedeutender Einfluss auf deren eigene Musik genannt. Letztere covert live gerne und oft Lieder von DIAMOND HEAD, demnach ein wahrer Pflichttermin auf dem Rock Hard Festival um sich auch das Original zu geben!

Tag 2: Ausgeschlafen? Das wird sich noch zeigen!

Der zweite Tag startet für uns auf jeden Fall recht früh. Anstoß im Amphitheater ist bereits um 12:30 Uhr! Also, nicht lang rumheulen…jeder nimmt sich noch ein Dosenbier auf die Faust und los gehts…

Uns erwaretet mit TRAITOR lupenreiner Oldschool-Thrash ausm Ländle (Balingen/Baden Württemberg). Die müden Augen werden also nicht lange geschlossen bleiben: Die Jungs schlagen mit einem Sound auf, als hätten sie die alte Garage von Metallica besetzt und sich dort eingenistet. Ohne Vorspiel und Petting ballert der flotte Vierer in feinster KREATOR-EXODUS-Manier direkt drauf los. FYI: Das wunderbar kehlige Gekreische ist auf die Goldkehle des Drummers zurückzuführen. Dazu gesellt sich messerscharfes High-Speed-Riffing und Bay-Area-Attitüde vom allerfeinschte!

Mit TRAITOR bekommt man im dichten Jungle der “neuen“ Thrash-Kommandos eine qualitativ hochwertige Kapelle auf die Bühne gestellt, die so einiges auf dem Kasten hat. Lasst euch überzeugen!

Wie auch schon am Tag zuvor heißt es jetzt dran bleiben! Ab 13:30 Uhr stürmen NOCTURNAL RITES die Theaterbühne. Wir freuen uns auf die schwedische Power-Metal-Band, die seit 1990 existiert. NOCTURNAL RITES waren unter anderem auch mit Hammerfall, Nightwish und Gamma Ray auf Tournee und bespielten große Festivals wie z.B. Wacken Open Air.

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Fronter Jonny Lindqvist, der seine Stimmbänder mit einem dickflüssigem Gebräu aus Metal + X getränkt haben muss, wird von extrem scharfkantigen Gitarren-Riffs torpediert. So lässt es sich geschmeidig in die wohlverdiente Mittagspause reiten.

Das große Tages-Finale bzw. den Rausschmeisser gibts von OVERKILL. Über das ein oder andere Studio-Album der US-amerikanischen Thrash-Metal-Band wird ja gerne mal ordentlich abgerotzt, aber live weiß die Abrissbirne aus dem Großraum New York zu überzeugen.

Der markante Gesang von “Blitz” Ellsworth gibt einem den letzten Rest – ohne sein nasales Kreisch-Nuscheln ist die Kapelle schwer vorstellbar. Besonders diese Komponente ist letztendlich wohl eine Frage des persönlichen Geschmacks. Am Ende des Abends weiß man sicherlich mehr…

Tag 3: Der nominell stärkste von allen!

Mit einem bärenstarken Tages-Line-Up fällt es uns besonders für den Sonntag schwer, die Highlights rauszupicken. Aber eins steht fest: Unser Top-Highlight vom Rock Hard Festival 2017 darf zum ersten Mal der Festival-Geschichte ein zweites Mal in Folge das Amphitheater bespielen. Denn nach dem schwierigen Opener-Slot im letzten Jahr dürfen NIGHT DEMON bei der diesjährigen Ausgabe zu einer etwas komfortableren Zeit auf die Bretter. Wir haben das US-Trio bereits einige Male gesehen und freuen wahnsinnig auf den Gig um kurz nach zwei. Tipp: Direkt im Anschluss geben NIGHT DEMON von 16:15 – 17:00 Uhr eine Autogrammstunde! Beide Alben sind überragend und warten darauf dort signiert zu werden.

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Auch am letzten Tag heisst es wieder auf dem Gaspedal zu bleiben! Es geht direkt im Anschluss mit einem der größten Gitarren-Virtuosen aller Zeiten weiter…

Ladies and gentlemen, please welcome the one and only Mr. ULI Jon ROTH! Die allermeisten unter uns verbinden Uli Jon Roth vor allem mit den Scorpions. Doch das darmalige Mastermind der weltbekannten Rock-Band hat einiges mehr auf der Pfanne als die gemeinsamen Erfolge mit Meine und Schenker. Mit seinem Ausstieg 1978 ging es für den Fusion-Gitarristen erst richtig los.

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So gilt Roth zurecht als einer der Urväter relevanter Kreuzungen von Klassik mit Rock, Blues oder Metal und wird von etablierten Heavy-Metal-Gitarristen wie z. B. Yngwie Malmsteen oder Kirk Hammett verehrt. Sein starker Einfluss auf Hammett zeigt sich sich beispielsweise beim direkten Vergleich der Soli aus Scorpions‘ „The Sails of Charon“ und Metallicas „Battery“.

Last but not least machen für uns SAXON den Rock-Hard-Deckel drauf. SAXON zählen zu den in Stein gemeißelten Metal-Ikonen der 80er und haben sich ihren Heldenstatus redlich verdient.

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Thank you Mexico City!!

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Mit im Gepäck haben die Briten ihre 22. Platte “Thunderbolt”, die mit bewährter NWoBHM-Qualität zu überzeugen weiß. Aber die Band überrascht dabei auch mit dem ein oder anderen stilistischen Ausreißer.

Die komplette Running Order mit weiteren Infos zum Rock Hard Festival gibt es hier.

Und hier könnt ihr unseren ausführlichen Bericht vom Rock Hard Festival 2018 lesen.

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