Road Kill Tour 2018: RAM, Portrait und Trial (swe) in Köln

Trio Infernale sorgt im Kölner Jungle für Höllenstimmung. RAM und Portrait haben sich als Co-Headliner auf ihrer Road Kill Tour perfekt ergänzt und Rückdeckung von Trial erhalten, die als Support mit dabei gewesen sind. Breitbeinig gespielter Schweden-Heavy-Metal hoch drei! Das hat uns natürlich gefallen.

Trial (swe)

RAM und Portrait waren uns vor dem Konzert schon bekannt. Trial allerdings nicht. Wir haben uns einfach mal überraschen lassen und auch bei spotify nur ganz kurz den Horchlappen an die Speaker gehalten… um abchecken, ob es sich denn lohnen würde so früh schon im Jungle aufzuschlagen. Der erste Eindruck: Not bad, wird wohl gut zum restlichen Abendprogramm passen. Kraftvoller Heavy/Power Metal mit einer leicht progressiven Note. Zweiter Eindruck dann vor der Bühne: Coole authentische Truppe. Keiner aus der 5er-Band stellt sich in den Vordergrund. Stattdessen reißen die Jungs aus Trollhättan gleich zum Start des Konzertabends gemeinsam das Jungle ab, ungeachtet der Tatsache, dass der Laden zu dem Zeitpunkt eher spärlich gefüllt ist. Was besonders in Erinnerung geblieben ist: Basser Andréas Olsson, der es seinem schicken Instrument so richtig dreckig besorgt hat und den 4-Saiter sogar durchweg an seiner D- und G-Saite begrapscht hat. Richtig gut!

Mehr Infos zu Trail (swe)

Trial (swe) Road Kill Tour Konzert live

Trial (swe) Konzert live

Portrait

Trial (swe) haben in Köln leider nicht die Aufmerksamkeit der Besucher bekommen, die sie eigentlich verdient gehabt hätten. Voll wurde es erst als Portrait auf der Bühne stand, und den Fuß gleich mal aufs Gaspedal gestellt hat. Sofort wurde das Blickfeld zur Stage durch zahlreiche Pommesgabeln und umherwirbelnde Metal-Mähnen angereichert. Die Menge war endlich auf Temperatur und hat den traditionellen Heavy Metal komplett abgefeiert. Im direkten Vergleich mit Trial ließ die wahnsinnige Lautstärke von Portrait vermuten, dass der Mischer etwas am Volume-Knöpfchen gedreht hatte. Zusammen mit dem herausragenden aber ebenso unglaublich hohen Gesang von Per Lengstedt ergab dies eine echte Kampfansage ans Trommelfell. Die Vocals haben sich regelrecht durch die Gehörgange gefräst.

Portrait live konzert

Kollege Lengstedt fiel nicht nur durch seine markante Gesangsleistung auf. Auch das Outfit war bemerkenswert: Er wirkte etwas verkleidet, während wir dem Rest der Band abgenommen hätten, dass sie so auch ihre Sonntagsbrötchen beim Bäcker holen gehen. Mehr Nietenbänder hätten an seinen Armen kaum Platz gefunden. Der obligatorische Patronengurt war natürlich auch am Start, ebenso wie eine Lederweste, die gut und gerne aus dem Kleiderschrank von Legolas stammen könnte.

Portrait live konzert

 

Passend dazu hat Per sehr viel mit Gesten und Mimik gearbeitet und das Publikum damit hervorragend angesprochen und animiert. Unterm Strich hat es Portait einfach  drauf, die Energie, die sie in die Musik stecken unmittelbar auf die Bühne zu bringen und die Fans damit unter Strom zu setzen.

Mehr Infos zu Portrait

RAM

„Ram“- zu deutsch: Rammbock. Und genauso hat die Kapelle um Sänger Oscar Carlquist zum Finale alles und jeden aus dem Weg geräumt, der keinen Bock auf Heavy Metal hatte. Hier wurde echte Männermusik geboten.

ram live konzert

ram live konzert

RAM ist bereits seit 1999 unterwegs und bekannt dafür, krachende Live-Shows abzuliefern. Die Kollegen müssen niemandem mehr etwas beweisen und können mittlerweile auf knüppelhartes Liedgut aus fünf Studioalben zurückgreifen. Dementsprechend hatte das neue und zu Recht umjubelte Album „Rod“ leider wenig Platz auf der Setlist in Köln. „Gulag“ haben die Jungs natürlich rausgehauen! RAM steht in unseren Augen wie keine andere Band für klassischen handgemachten Heavy Metal, genauso wie das Publikum, dass sie an diesem Abend ins Jungle gelockt haben. Es hätten ruhig noch ein paar mehr Leute da sein können, die Qualität hat dagegen gestimmt. Die Bude wurde an dem Abend ganz klar von wahren Metalheads eingenommen. Gemeinsam wurde der tradionelle 80er-Jahre-Sound abgefeiert und erbarmungslos aus den Boxen gedrückt. Mit blitzsauberen Riffs und energetischen Meldodien wurde das Publikum im nordischen Stil eiskalt erwischt und eingesammelt.

ram live konzert

 

Ein Highlight des Abends war definitiv der Zeitpunkt, als der Merchandise-Beauftragte „Mr. Tyrant“, bei dem wir natürlich auch zugeschlagen haben, sich den Bass geschnappt hat und für einen Song mal komplett auf der Bühne ausgerastet ist. RAM = Heavy Metal to the fullest!

Mehr Infos zu RAM

Die Road Kill Tour ist jetzt schon eines unsere Konzert-Highlights 2018. Selten bekommt man für den mehr als fairen Ticket-Preis so viel geboten. An dieser Stelle ein fettes Dankeschön an Dragon Productions, die diese Tour auf die Beine gestellt haben. Horns up!

Hier findet ihr die Infos zur Road Kill Tour 2018

Road Kill Tour: RAM, Portrait und Trial (swe) in der Fotogalerie

Share it and follow us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.