Konzertbericht: Horisont rockt in Düsseldorf, 11.3.2017

Horisont Live Konzert Düsseldorf

Horisont…von der Band hatte ich nie etwas gehört. Bis zum neuen Album „About Time“, das in der Fachpresse hoch und runter gelobt wird. Unter anderem gab es eine fette Titelstory in Deaf Forever, die ich sehr empfehlen kann. Naja, auf jeden Fall hat es also bis zu diesem mittlerweile schon fünften Studioalbum gedauert, bis ich mir die Schweden mal angehört habe. Und was soll ich sagen: Ich bin begeistert! Horisont liefern sensationell guten 70s-Hard Rock mit der hohen Stimme von Sänger Axel Söderberg, die den Sound unverwechselbar macht. Dazu gibt es klassische hervorragende Riffs gepaart mit oldschool Keyboard-Klängen, die manchen Songs eine spacige Note verleihen. Wiedererkennung ist zweifelsohne gegeben, so dass Horisont keineswegs in der Retro Rock-Welle untergeht, die vor allem aus Skandinavien zu uns rüber schwappt. Ich würde sogar behaupten, dass es in diesem Bereich zurzeit fast nix besseres gibt – außer Dead Lord vielleicht. Kein Wunder also, dass das Konzert im Pitcher bis auf den letzten Quadratzentimeter ausverkauft war.

Horisont Live Konzert Düsseldorf

Horisont Live Konzert Düsseldorf

Zum Glück hatten wir uns rechtzeitig um Tickets gekümmert. Leider haben wir die beiden Vorbands verpasst – Black Mirrors und `77.  Aber wir standen zu Horisont pünktlich an der Theke, haben uns ein Bier geschnappt und durch das Gedränge bis vor die Bühne durchgekämpft. Es war pickepackevoll! Der Pitcher hat Platz für ca. 150-200 Leute und ist eher schmal und länglich. Dementsprechend steht man bei ausverkauftem Konzert recht gedrängt vor der Bühne. Für die Stimmung war das gut an dem Abend, die war großartig!

Horisont Live Konzert Düsseldorf

Etliche Kutten- und Lederjackenträger haben knappe zwei Stunden ihre Haare fliegen lassen, während Horisont viele Songs vom neuen Album rausgehauen hat genauso wie die Hits der letzten LPs. Interessant war das Arrangement auf der Bühne: Da die Stage im Pitcher recht klein ist, musste sich die Band in feinster Tetris-Manier aufbauen. Die Performance war top! Wir hatten das Glück, dass Fronter Axel in Düsseldorf noch einsatzbereit war. Wenige Tage danach hat es den armen Kerl ja umgehauen. Unterm Strich kann ich nur jedem Fan des Genres empfehlen, sich die nächste Horisont-Show in der Gegend an zu schauen, so lange die Jungs noch die coolen kleinen Locations spielen – dass das ganz schnell anders aussehen kann, zeigen ja unter anderem Kadavar oder die Blues Pills.

Wer auf das Genre steht, dem kann ich nicht nur ein Konzert von Horisont empfehlen, sondern auch das neue Album „About Time“! Anspieltipps: Letare (mein Favorit!), The Hive oder Electrical.

Share it and follow us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.