Konzertbericht: Grave Digger in Bochum, 11.2.2017

Grave Digger live Konzert Bochum

Es war in doppelter Hinsicht mein erstes Mal: sowohl bei Grave Digger als auch in der Zeche. Und ich muss sagen…es hat sich doppelt gelohnt. Grave Digger haben mich live auf ganzer Linie begeistert. Dazu später mehr. Erstmal zur Location: Die Zeche ist mit dem Bus ganz gut vom Bochumer Hbf erreichbar und befindet sich in der ehemaligen Schlosserei der Zeche Prinz Regent. Dementsprechend hat der mittelgroße Konzertsaal (wirkt auf den Fotos im Netz deutlich größer, finde ich) einen coolen industrial Look mit fetten Rohren an der Decke etc. Auf der linken und rechten Seite führen Treppen auf eine Empore von der aus man natürlich einen erstklassigen Blick auf die Bühne hat. Die Bude macht aber nicht nur optisch etwas her, der Sound war dazu einwandfrei. Last but not least…ans Bier kommt man übrigens auch ganz gut 😉

Jetzt aber zum Konzert. Die deutschen Metal-Legenden von Grave Digger um Frontmann Chris Boltendahl sind nun schon seit unglaublichen 37 Jahren unterwegs. Ursprünglich kommt die Band aus Gladbeck, was quasi einen Katzensprung von Bochum entfernt ist. Somit hatten die Jungs ein astreines Heimspiel am vergangenen Samstag. Dies hat man nicht nur daran gemerkt, dass die Band offensichtlich unheimlich Bock auf das Konzert hatte, sondern auch daran, dass einzelne Die-Hard-Grave-Digger-Fans von der Bühne aus mit Vornamen begrüßt wurden. Wirkte insgesamt sehr sympathisch. Die Bude war rappelvoll. Vornehmlich Kuttenträger des älteren Semesters, die dem jüngeren Metal-Head im Publikum beim Feiern aber in nichts nach standen. All in all ist die Stimmung wirklich hervorragend gewesen!

Musikalisch steht Grave Digger für den klassischen 80er-Jahre Metal. Und genau den haben sie über knapp 40 Jahre schön konserviert. So auch auf dem kürzlich erschienenen 18. Studioalbum „Healed By Metal“, für das auf der aktuellen Tour die Werbetrommel gerührt wird. Darauf gibt es wenig neues, dafür altbewehrtes. Vor allem bei diesem Album ist es meinem persönlichen Eindruck nach wichtig, zwischen dem Live-Erlebnis und dem Hören beispielsweise vor dem heimischen Plattenspieler zu unterscheiden. Tracks wie etwa der Titelsong „Healed By Metal“ (…we ROCK!!!) wirken schon sehr cheesy und hauen mich zu Hause vor den Boxen nicht unbedingt von den Socken. Die Zeile aus dem Refrain könnte auch ohne Probleme von Manowar stammen 😉 Live kommt der Song aber ziemlich gut rüber: Der Refrain ist nun wirklich nicht schwer und lädt unweigerlich dazu ein, die Fäuste in die Luft zu drücken. Genau das hat Grave Digger für sich genutzt und das Konzert mit dem Song eingeläutet. Insgesamt wurden recht viele Titel vom neuen Album performt (siehe Setlist unten). Betonen möchte ich hier tolle Gesangsleistung von Chris und die wahnsinnigen Fingerfertigkeiten von Gitarrist Axel „Ironfinger“ Ritt. Sehr beeindruckend! Den Höhepunkt hatte die Show bei „Rebellion (The Clans Are Marching)“ – da hat sich das Publikum keine Blöße, aus voller Kehle mitgegröhlt und Biergläser wie auch Metal-Hände im Takt Richtung Hallendecke gestreckt. Fazit zum Konzert: Grave Digger? Jederzeit wieder!

Grave Digger live Konzert in Bochum

Setlist:

Healed By Metal

Lawbreaker

Witch Hunter

Killing Time

Ballads Of A Hangman

Season Of The Witch

Lionheart

Free Forever

Tattooed Rider

The Dark Of The Sun

Hallelujah

Morgane Le Fay

Excalibur

Rebellion (The Clans Are Marching)

The Last Supper

Call For War

Highland Farewell

Heavy Metal Breakdown

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